Warum so viele Unternehmen ihre Website unterschätzen – und was das über sie aussagt
Ich finde es ehrlich gesagt schade.
Nicht ärgerlich, nicht wütend – einfach schade.
So viele Unternehmen geben sich Mühe: im Kundenkontakt, im Produkt, im Service.
Und dann schaust du auf die Website – und hast das Gefühl, sie stammt aus einer anderen Zeit. Oder sie wirkt, als wäre sie eher Pflicht als Überzeugung.
Dabei ist die Website heute genau das, was früher das Büro, der Laden oder das persönliche Auftreten war.
Die Website ist oft der erste Eindruck – und der bleibt
Bevor jemand anruft.
Bevor jemand eine Mail schreibt.
Bevor jemand fragt, was etwas kostet.
Schaut man auf die Website.
Und dieser Moment entscheidet häufig unbewusst:
- Wirkt das seriös?
- Wirkt das professionell?
- Kann ich mir vorstellen, mit diesem Unternehmen zu arbeiten?
Das passiert nicht rational. Das passiert in Sekunden.
„Wir brauchen keine Website, wir bekommen unsere Kunden anders“
Auch das höre ich oft.
Und manchmal stimmt es sogar – noch.
Aber selbst dann ist die Website da.
Und selbst dann wird sie angeschaut.
Von:
- potenziellen Kunden
- Geschäftspartnern
- Bewerbern
- Lieferanten
- Menschen, die Empfehlungen prüfen
Die Website arbeitet auch dann, wenn du es gar nicht aktiv willst.
Eine schlechte Website ist kein neutrales Signal
Das ist ein Punkt, den viele unterschätzen.
Eine veraltete, lieblos wirkende Website sagt nicht:
„Uns ist das egal.“
Sie sagt oft:
- Wir kümmern uns nicht darum
- Wir sind stehen geblieben
- Oder schlimmer: Wir merken es nicht
Und das ist unfair – denn oft stimmt das gar nicht.
Viele Unternehmen sind gut, erfahren, zuverlässig.
Man sieht es nur online nicht.
Die Website muss nicht perfekt sein
Sie muss nicht fancy sein.
Sie muss keine Animationen haben.
Sie muss keine Preise gewinnen.
Aber sie sollte:
- klar zeigen, was ihr macht
- Vertrauen aufbauen
- aktuell sein
- und zu euch passen
Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.
Warum das Thema so oft aufgeschoben wird
Aus meiner Erfahrung gibt es ein paar typische Gründe:
- „Das machen wir später“
- „Die läuft doch“
- „Das kostet bestimmt viel“
- „Da kennt sich bei uns keiner aus“
Und plötzlich sind fünf Jahre rum.
Die Website ist kein dringendes Problem – bis sie eines wird.
Was Unternehmen oft vergessen
Die Website ist kein IT-Thema.
Sie ist kein Technikprojekt.
Sie ist kein Nebending.
Sie ist Kommunikation.
Sie ist Außenwirkung.
Sie ist Vertrauen.
Oder anders gesagt:
Sie zeigt, wie ernst ein Unternehmen sich selbst nimmt.
Mein persönliches Fazit
Ich wünsche mir, dass mehr Unternehmen ihre Website nicht als Last sehen, sondern als Chance.
Nicht als Pflicht.
Nicht als Kostenpunkt.
Sondern als das, was sie ist:
Die digitale Präsentation dessen, wofür man jeden Tag arbeitet.
Und ja – es ist schade, wenn dieses Potenzial liegen bleibt.