Website-Relaunch: 30-Punkte-Checkliste (SEO sicher migrieren)
Warum Relaunches oft Rankings kosten
Beim Relaunch ändern sich häufig URLs, Inhalte, interne Verlinkungen, Ladezeiten und Tracking. Google bewertet dann viele Seiten neu – und wenn wichtige Signale fehlen (z. B. Redirects oder indexierbare Inhalte), können Sichtbarkeit und Leads kurzfristig einbrechen.
Mit dieser Checkliste stellst du sicher, dass der Relaunch nicht zum Risiko wird, sondern ein Upgrade.
30-Punkte-Checkliste für einen sicheren Relaunch
A) Vorbereitung & Ziele
- Ziel definieren: Mehr Anfragen, Bewerbungen, Verkäufe oder Branding?
- Zielgruppe klar festlegen (Wording, Nutzen, Einwände).
- Seitenumfang festlegen: Welche Seiten müssen unbedingt rein?
- Verantwortlichkeiten klären (Texte, Bilder, Technik, Freigaben).
- Zeitplan erstellen: Content-Freeze, Testphase, Go-Live-Termin.
B) Bestandsaufnahme (alte Website)
- Vollständigen Crawl/URL-Liste erstellen (alle wichtigen Seiten).
- Top-Seiten identifizieren (Traffic, Rankings, Backlinks).
- Aktuelle Meta-Titel & Beschreibungen sichern.
- Beste Inhalte markieren: Was muss 1:1 übernommen/verbessert werden?
- Index-Status prüfen: Welche Seiten sind bei Google im Index?
- Bestehende Weiterleitungen dokumentieren (falls vorhanden).
- Tracking-Setup sichern (GA4/Matomo, Events, Conversions).
C) Struktur & Inhalte (neue Website)
- Neue Seitenstruktur planen (logisch + SEO-sinnvoll).
- Jede Leistung bekommt eine eigene Seite (wenn sie gesucht wird).
- Pro Seite ein klares Ziel: CTA, Kontaktweg, Nutzenversprechen.
- Texte nicht nur “schön”, sondern suchintentionbasiert schreiben.
- Duplicate Content vermeiden (keine Copy/Paste-Varianten ohne Mehrwert).
- Interne Verlinkung planen (von stark zu wichtig, thematisch passend).
D) URL-Mapping & Redirects (der wichtigste Punkt)
- URL-Mapping erstellen: Alt-URL → Neu-URL (für jede relevante Seite).
- 301-Redirects einrichten (nicht 302, nicht per JS).
- Keine Redirect-Ketten (Alt → Zwischen → Neu vermeiden).
- 404 vermeiden: Alle alten Top-URLs müssen sauber weiterleiten.
- Medien/Dateien prüfen: PDFs/Bilder ggf. ebenfalls umziehen/redirecten.
E) Technik & Performance
- Mobile-First prüfen (Layout, Buttons, Lesbarkeit).
- Ladezeit optimieren (Bilder, Caching, saubere Ressourcen).
- Saubere Überschriftenstruktur (H1 einmal, dann H2/H3 logisch).
- Strukturierte Daten prüfen (wenn genutzt: Organisation, FAQ, etc.).
- Canonicals korrekt setzen (keine falschen Selbstblockaden).
F) Tracking, Datenschutz & Go-Live
- Tracking + Consent prüfen: Events/Conversions funktionieren wirklich.
- Go-Live-Plan + Monitoring: Sitemap einreichen, Index prüfen, Rankings/404s beobachten.
Go-Live: Was du direkt nach dem Relaunch tun solltest
- XML-Sitemap prüfen und in der Search Console einreichen
- Wichtige Seiten manuell testen (Formular, CTA, Tracking)
- 404-Fehler täglich checken (erste 1–2 Wochen)
- Rankings/Traffic im Blick behalten (leichte Schwankungen sind normal)
- Interne Links nachziehen, wenn neue Seiten wichtiger geworden sind
Fazit
Ein Relaunch ist dann erfolgreich, wenn Nutzerführung + Inhalte + Technik zusammenspielen – und Google die neue Struktur sauber versteht. Mit der Checkliste vermeidest du die typischen SEO-Fehler und gehst kontrolliert live.